Fairy Tales
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Es war einmal ein Pinguin. Er hieß Pablo und lebte weit weg von hier, auf einer Eisscholle am fernen Südpol. Dort ist es immer kalt.
Pinguine mögen die Kälte. Jedenfalls die meisten. Aber Pablo mochte sie nicht.
Pinguine tauchen und schwimmen gern. Sie fangen auch mit Vergnügen Fische im kalten Wasser. Nur unserem Pablo machte das alles keinen Spaß.
Pablo war auf der Eisscholle der einzige Pinguin, der die Kälte haßte.
Die anderen Pinguine liefen Ski und Schlittschuh. Oder sie spielten den ganzen Tag am Strand im Schnee. Nur unser Pablo tat das nicht. Er blieb zu Hause, ganz dicht am warmen Ofen und wärmte sich die Schwimmflossen und sein Federkleid. „Kaltes Wetter ist gut für andere Vögel. Nur nicht für mich!“ meinte Pablo.
Eines Tages dachte Pablo: „Gans schön blöd, immer zu friere. Ich werde irgendwohin gehen, wo es immer warm ist.“ Er Schnallte Seine Skier an und band sich den großen Ofen auf den Rücken.
„Tschüs, ihr Vögel!“ sagte er zu den anderen Pinguinen. „Drückt mir die Daumen!“
Oh weh, da ging etwas schief! Der schwere Ofen zog unseren Pablo nach hinten. Er fuhr in die falsche Richtung. Es ging rückwärts bergab. Schneller, immer schneller schlitterte er auf einen Abgrund zu. Plötzlich hing Pablo mit dem Kopf nach unten über einer Schlucht. Seine Skier hatten sich zu beiden Seiten im Eis festgehakt. „Na, dieser Einfall war wohl nicht besonders gut“, stellten die anderen Pinguine fest. Sie befreiten den steifgefrorenen Pablo und trugen ihn nach Hause zu seinem Iglu. Dort hielten sie ihn so lange unter die heiße Dusche, bis er wieder laufen konnte.
Am nächsten Tag hatte Pablo einen neuen Einfall. Er steckte sich den ganzen Mantel voller Wärmflaschen und befestigte auch zwei unter seinen Füßen. „Tschüs, ihr Vögel“, sagte er zu den anderen Pinguinen. „Diesmal kann nichts schiefgehen.“ Doch da irrte er sich! Als Pablo stehen blieb, um auf seiner Landkarte etwas anzusehen, schmolz unter den heißen Wärmflaschen zunächst der Schnee, dann auch das Eis. Pablo sank …
Und sank….
Und sank immer tiefer in das eiskalte Wasser hinein.
„Armer Pablo“ , sagten die anderen Pinguine. „Er wird es wohl nie schaffen!“ Als sie Pablo herauszogen, war er in denen dicken Eisklotz eingefroren. Und als Eisklotz trugen sie ihn heim. Doch auf seinen heißen Öfchen taute er bald wieder auf.
Am nächsten Tag meinte Pablo: „Jetzt habe ich aber eine Idee, die bestimmt erfolgreich ist. Ich mache mit einem Boot auf den Weg.“ Er nahm eine Säge und schnitt sich aus dem Eis um seinen Iglu herum ein Boot zurecht. In dem Iglu wa alles für die Reise vorbereitet. Das Öfchen stand an seinem Platz, die Badewanne auch. Alles war in Ordnung.
Die Pinguine von der Eisscholle kamen, um sich zu verabschieden. Dann setzt Pablo das Segel und rauschte davon. Er segelte und segelte …durch Schneegestöber und Nebel….ein Eisbergen vorbei …Tag für Tag – Nacht für Nacht. Pablo segelte immer weiter.
Als er eines Morgens aufwachte, sah er die Sonne. „Endlich warmes Wetter! Ich hab’s geschafft!“ jubelte Pablo voller Freude. Er zog seinen dicken Kleider aus und legte sich in den warmen Sonnenschien. „Junge, Junge“, sagte er, „was für ein Leben!“ Doch Pablo freute sich wieder einmal zu früh. Die Sonnenstrahlen ließen zuerst seinen Iglu und bald auch sein Boot schmelzen. Als Pablo nur noch auf seiner winzigen Eisscholle trieb, rettete er sich mit einem Sprung in die Badewanne. Doch in der Badewanne war ein Locht, durch das Wasser hineinströmte. Pablo mußte mit allen Kräften Wasser schöpfen. Schnell stopfte er mit der Dusche das Loch zu. Das eindringende Wasser wurde nun von der Dusche gleicht wieder hinausbefördert. So wurde die Badewanne zu einem schnellen Fahrzeug. In der Ferne entdeckte Pablo eine Insel, auf der Palmen wuchsen. Sein Boot erreicht den Strand und Pablo stieg aus. Er lief los und pflückte sich eine wunderbare gelbe Banane. „Das ist ein schöner Platz“, dachte Pablo. Er sammelte eine Menge Zweige und begann mit dem Baus seines Hauses.
Endlich hatte Pablo das Land seiner Träume gefunden! Er mußte nie mehr frieren!